Hebammensuche (SSW 5+6)

Hebammensuche

Nach dem Arzttermin am Montag schrieb ich nun eine Hebamme an, die ich aus unserer Hundeschule kannte. Ich fand ihre Art immer so toll, da habe ich nun als erstes an sie gedacht.
Sie schrieb mir sofort zurück und konnte mich sogar terminlich noch betreuen. So musste ich also überhaupt nicht suchen und hatte das Glück, so schnell eine tolle Hebamme gefunden zu haben.

Der richtige Zeitpunkt für eine Hebamme

Ich schrieb also mit ihr und fragte, wann der richtige Zeitpunkt für einen Termin wäre, weil ich 1000 Fragen habe. Sie sagte daraufhin, dass genau dann der richtige Zeitpunkt ist, wenn man 1000 Fragen hat. Und so vereinbarten wir für heute Abend einen Termin. Einen Mutterpass habe ich natürlich noch nicht und so konnte ich ihr nur das Bildchen mit dem Mini- Punkt von Montag zeigen. Aber damit war sie auch zufrieden. Sie war total aufgeschlossen, auf eine ehrliche und vertraute Art. Ich erzählte ihr, dass ich nun immer montags zum Arzt muss und dass es Montag darauf ankommt, ob das Herz schlägt. Sie hatte dafür kein Verständnis und erklärte mir, das man nicht beweisen müsse, ob man schwanger ist oder ob eine Schwangerschaft besteht, sondern das man solange schwanger ist, bis das Gegenteil bewiesen ist. Sie erzählte mir auch von einem Fall, wo die Ärzte schon einer Frau keine Hoffnung mehr machten, dabei hatte sich das Kind einfach nur gut versteckt, die Ärzte hatten ihr schon zur Biopsie geraten.
Sie riet mir davon ab, mich Montag schon wieder zum Arzt zu schleppen, ich solle meinem Kind die Zeit lassen die es benötigt. Ob ich den Mut dazu habe, morgen dort anzurufen und abzusagen, weiß ich allerdings noch nicht. Wir werden sehen, erstmal bin ich nun ganz positiv gestimmt.

Update 2017

Sicherheitshalber wollte ich hier nochmal etwas anmerken. In diesem Jahr (und auch schon im letzten Jahr) ist es nicht mehr so einfach, wie bei mir noch 2013. Die Hebammensituation in Deutschland hat sich drastisch verschlechtert, derzeit wird ein ganzer Berufsstamm ausgerottet. Geburtsstationen schließen, Geburtshäuser machen dicht, Hebammen geben nach einem langen Kampf auf.
Wenn Du also eine Wunschhebamme hast, dann ruf sie sofort an, sobald Du den positiven Test in den Händen hältst. Das ist mein Ernst! Und wenn Du keine Wunschhebamme hast, aber trotzdem begleitet werden willst, dann ruf trotzdem sofort Eine an. Du wirst sonst kaum noch eine Chance haben. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück, dass Du noch in den Genuss kommst, von einer Hebamme betreut zu werden!

Wenn auch Du etwas gegen das „Hebammensterben“ machen willst, dann schau doch mal bei Mother-Hood e.V. vorbei: Aktuelles Mother-Hood e.V.

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