Erster Krankenhausbesuch (SSW 10+6)

Bislang war das Weihnachtsfest eigentlich sehr schön, wenn auch anstrengend. Ich habe ja immer mit Herzrasen zu tun und keinen Appetit, aber besonders das beisammen sein und die Bescherung waren wieder schön. Wir hatten meinen Eltern und meiner Oma einen Gutschein für einen gemeinsamen Besuch im SeaLife geschenkt. Meinen Eltern noch dazu einen Gutschein für einen Besuch bei TopSecret in Oberhausen. Darüber freuten sich auch alle. Meinem Mann schenkte ich eine lang ersehnte Uhr, die er sich aber, muss ich zugestehen, selbst aussuchte. Es gab so viel Auswahl, dass ich keine Entscheidung treffen wollte. Alle Weihnachtsgeschenke kauften wir im Centro in Oberhausen, das ist immer super praktisch, aber nicht ganz Stressfrei. Da ist es immer voll, schon unabhängig von Weihnachten. Ich bekam von meinem Mann mein Lieblingsparfum (Lady Million von Paco Rabanne) und ein Buch von Ingeborg Stadelmann- Die Hebammensprechstunde (hatte meine Hebamme empfohlen). Von meiner Schwester und ihrem Freund bekam ich, ebenso meine Mutter und meine Oma, eine Karte fürs Ballett am 30.12 in Aachen. Und zwar für Schwanensee vom Original Russichen Staatsballett. Da wollte ich schon immer hin! Also alles in allem ein wirklich schöner Heiligabend! Und wahrscheinlich der letzte ohne Kind.
Gestern Abend ging es mir dann aber miserabel, das gemeinsame Abendessen mit meiner Familie musste ich vorzeitig abbrechen und versprechen, wenn es heute nicht besser ist, zum Arzt zu gehen. Heute Morgen ging es mir natürlich nicht besser, wobei ich das alles gar nicht so dramatisch empfand. Ich hatte einfach nur das Gefühl, dass die Weihnachtstage zu viel waren und ich mehr Ruhe brauchte. Unschön war, dass ich nicht mehr richtig aufrecht laufen konnte, aber ich vermutete, dass das daher kam, das ich unter den ersten Schwangerschaftsbedingten Verstopfungen litt. Und das ganze Weihnachtsessen begünstigte das ganze auch noch. Da meine Mutter aber eine Riesen Welle machte und meinen Mann mit der Panik Macherei ansteckte, lies ich mich von meinem Vater ins Krankenaus fahren, alle mit dabei. Ich wollte da nicht hin, ich war, außer bei meiner Geburt, noch nie im Krankenhaus und als wir da ankamen, war ich richtig geschockt. Die Frauenklinik dort war mindestens 60 Jahre alt und drinnen überhaupt nicht modernisiert. Alles war düster, die Wände und Decken mit dunklem Holz verkleidet, die Böden mit grüner Auslegware. Am liebsten wäre ich wieder umgekehrt und nach Hause gefahren, aber da war ja noch meine Familie. Auf der Station stank es fürchterlich, das war mir neu. Als ich noch im Krankenhaus arbeitete, stank es auf den Stationen eigentlich, bei ausreichender Hygiene und Sorgfältigkeit, nicht. Das kam mir wirklich komisch vor. Dann mussten wir auf eine verlassene Station, an der auch stand, dass diese geschlossen sei, aber im Wartezimmer waren zum Glück noch zwei Frauen die warteten. Ich hatte zu Hause noch nichts gegessen und nichts getrunken, allein deshalb ging es mir schon schlecht. Und dann musste ich über 4 Stunden warten, bis ich dran kam. Der Tag war schon gelaufen. Ich war am Ende, bevor ich überhaupt zur Ärztin kam. Die war dann aber ganz nett und machte einen Ultraschall. Da wo letztes mal nur ein Minipunkt in einer kleinen Fruchthöhle war, da war plötzlich ein Kind. Ein richtiges Baby war zu erkennen, mit Kopf, Oberkörper, zwei Beinen und zwei Armen. Das Kleine ruderte fröhlich durch die Gegend und es sah so aus, als würde es winken. Mir kamen fast die Tränen und ich hatte das Gefühl, das warten habe sich gelohnt. Die Ärztin sagte mir, es könnte sich um eine Blasenentzündung handeln, weswegen sie mir Antibiotika gab. Die Medikamente nahm ich aber nicht, das war mir viel zu gefährlich, dafür dass es sich im Prinzip nur um eine Spekulation handelte. Nun durfte ich endlich wieder nach Hause und alle waren zufrieden. Noch eine Woche, dann habe ich die kritischste Zeit geschafft!

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