Eltern werden, Paar bleiben- Mischen Kinder die Beziehung auf?

Eltern werden, Paar bleiben-Mischen Kinder die Beziehung auf?

Blogparade topElternblogs

Auch ich möchte an der Blog- Parade von topElternblogs teilnehmen und schreibe heute ein paar Worte zu dem Thema Eltern werden, Paar bleiben- Mischen Kinder die Beziehung auf?

Durch unseren Sohn hat sich einfach alles verändert, aber das ist natürlich leicht gesagt.
Man lebt so ein bisschen aneinander vorbei, zum mindest tagsüber gibt es kein anderes Thema mehr als das gemeinsame Kind, was nun mal die gesamte Aufmerksamkeit beider Elternteile fordert. Aber Abends, wenn unser Baby schläft und wir alle zusammen in unserem Familienbett liegen und nicht mehr, wie früher, Fernsehen schauen können, weil das nun zu laut wäre, dann fühlt man sich wieder ein bisschen wie frisch verliebt und blendet alles Drumherum aus. Man redet viel, z.B. über das, was man tagsüber erlebt hat, oder wie man sich im Moment fühlt und das ganz „ungestört“. Und dann ist auch mal Zeit dafür, sich in die Arme zu nehmen und nicht nur Geborgenheit zu geben, sondern sich auch selbst geborgen zu fühlen.

Wenn man nicht nur noch einen Menschen über Alles liebt

Bevor unser Sohn da war, sagten wir uns Abends vorm einschlafen immer, dass wir uns über ALLES lieben, dass ist nun vorbei, wir haben unseren Text abgeändert. Nun sagen wir immer: „Ich liebe Euch über alles!“, und diesen Satz sagen zu können, ist einfach wunderbar. Man war sich vorher schon sicher, wie es ist, einen Menschen unendlich zu lieben, aber erst durch ein eigenes Kind, werden diese Worte komplett ausgefüllt. Ich habe und liebe meinen Mann immer noch unendlich, aber die Liebe zu unserem Sohn ist einfach eine andere. Und man hat auch nochmal die Chance, sich frisch verliebt zu fühlen, wie am Anfang einer Beziehung ist es auch am Anfang zu seinem Baby. Man lernt sich kennen und verliebt sich, man fühlt sich wochenlang beflügelt, wie auf Wolke 7.

Zwischen Erwartungen und Verpflichtungen

Man muss sich da schon durchorganisieren, um alles zu schaffen, gerecht wird man eh niemals allen, nur zu kurz darf keiner kommen. Ich kann nicht „nur“ Mutter sein, sondern bin auch Ehefrau, Tochter, Enkelin, Schwester, Freundin und Chefin und alle haben mir gegenüber Erwartungen und ich Verpflichtungen. Da bleibt manchmal einfach keine Zeit für mich und gerade da ist es wichtig, dass man sich gegenseitig stützt. Mein Mann arbeitet den ganzen Tag, meistens sechs Tage die Woche und sieht unseren Zwerg den ganzen Tag nicht. Es gibt leider viel zu oft Tage, an denen er morgens geht, während unser Schatz schläft und abends, wenn er kommt, er auch schon längst wieder schläft. Da merke ich immer, wie schwierig ihm das fällt und so ist er froh, wenn er mal früher von der Arbeit kommt, er ist um jeden freien Samstag froh und er kann den Sonntag kaum erwarten. Ich ebenfalls nicht, denn dann habe ich auch mal wieder Zeit für mich. Ich gehe in meiner Rolle als Mutter total auf, aber ich glaube, keine Mutter kann behaupten, dass sie nicht auch mal gerne Zeit für sich hat.
Werdende Eltern sollten unbedingt wissen, dass ein Kind eine Beziehung ungemein bereichern kann, aber eben auch viel Kraft kostet, was die Beziehung betrifft, da muss man ganz realistisch bleiben. Manche Situationen werden zur reinsten Geduldsprobe und man darf sich manchmal nicht so ernst nehmen. Es kommt schon mal vor, dass man gestresst und abgenervt ist, da sagt man Dinge, die man nicht so meint. Das wichtigste ist, gelassen zu bleiben, sich gegenseitig in anstrengenden Zeiten aufzubauen und aufeinander zu achten. Mir tut es immer gut, wenn mein Mann mir auch mal sagt, dass ich eine gute Mutter und Ehefrau bin, so fühle ich mich bestätigt in dem was ich tue.

Eure

9MonateKUGELRUND.de

1 Kommentar

  1. Ganz lieben Dank, dass du an meiner Blogparade teilgenommen hast, liebe Leni! Dein Bericht zeigt, dass die klare Rollen- und Arbeitsaufteilung in eurer Beziehung sehr hilfreich sein kann, wenn man ein kleines Kind hat. So fühlt sich keiner benachteiligt und es kommt auch nicht zum Streit.
    Es ist schön, einmal zu hören, dass eine Mutter in ihrer Rolle als solche voll aufgeht. Oftmals versuchen Frauen ja, jeder Rolle gerecht zu werden. Wenn das nicht glückt, sind sie frustriert. Natürlich stressen Kinder auch, keine Frage! Aber so wie ihr das managt, scheint es ja hervorragend zu funktionieren.
    Alles Gute auch weiterhin euch allen wünscht
    Anne!!!

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